Ausstellung

Kirche St. Raphael in der deutschen Kolonie Landau
Neue Ökonomische Politik, neue administrative Ordnung (rajonuvannja), Verwurzelung (korenizaciya), Industrialisierung der Wirtschaft, Kollektivierung der Landwirtschaft, Entkulakisierung und „Großer Terror“… Aus diesen historischen Begriffen kann man den Kontext, in dem die deutsche Minderheit in der Sowjetukraine in den 1920er und 1930er Jahren lebte, rekonstruieren.
Welche Motive trieb die sowjetische Regierung bei der nationalen verwalterischen Verordnung? Welche Ziele wurden mit der Nationalitätenpolitik und den damit verbundenen Maßnahmen verfolgt?
Ein kleiner Zeitraum, in dem die deutsche nationale Verwaltungseinheiten existierten, 1924-1939, enthielt große politische Veränderungen und zahlreiche Opfer. Positive Erwartungen auf national-kulturelle Autonomie endeten nicht mit einem Dialog mit dem Sowjetstaat, sondern mit dem „Großen Terror“.
Die virtuelle Ausstellung “Von Landau bis Šyrokolanivka: Geschichte der deutschen nationalen Rajone in der Sowjetukraine” bietet Einblicke in den Alltag der deutschen Rajone der 20er und 30er Jahre des 20. Jahrhunderts.